ÄNDERUNGEN DER STEUER- UND ARBEITSRECHTSVORSCHRIFTEN

UMSATZSTEUER – Änderungen seit dem 1. Januar 2016

Keine Pflicht der Begründung der Korrektur von Steuererklärungen

Seit dem 1. Januar 2016 wurde die Pflicht aufgehoben, die Korrektur der abgegebenen Steuererklärung zu begründen. Die Begründung der Korrektur der Steuererklärung wird fakultativ sein oder auf einen ausdrücklichen Wunsch des Finanzamtes erfolgen.

Reduzierte Verzugszinsen bei einer freiwilligen Korrektur der Steuererklärung

Ein Satz von 50 % wird denjenigen Steuerpflichtigen zustehen, die ihre Korrekturen der Steuererklärungen spätestens innerhalb von 6 Monaten nach dem Ablauf der Frist zur Einreichung von Steuererklärungen einreichen und die Zahlung der Steuerrückstände innerhalb von 7 Tagen nach der Einreichung der Korrektur leisten.
ERTRAGSTEUERN – Änderungen seit dem 1. Januar 2016

Unterstützung der arbeitenden Eltern. Zuschüsse für Kindergärten und Kinderkrippen

Seit dem 1. Januar 2016 kann der Arbeitgeber die Ausgaben für die Errichtung der betrieblichen Kindergärten und Kinderkrippen als abzugsfähige Betriebsausgaben qualifizieren. Auch die Kosten der Unterhaltung dieser Betreuungsstellen bis zum monatlichen Höchstbetrag von 400 PLN pro Kind bei Kinderkrippen und 200 PLN pro Kind bei Kindergärten wird der Arbeitgeber als abzugsfähige Betriebsausgaben betrachten können.

Korrektur von Aufwendungen und Erträgen

Eine laufende Buchung der Korrekturrechnung kann nicht infolge eines Rechenfehlers oder eines offensichtlichen Fehlers erfolgen. Die Korrektur wird durch die Minderung oder Erhöhung der in der jeweiligen Abrechnungsperiode erzielten Erträge vorgenommen.

Forschung und Entwicklung – Abzug von qualifizierbaren Aufwendungen

Seit dem 1. Januar 2016 können die Steuerpflichtigen die für Forschung und Entwicklung getragenen Aufwendungen zu abzugsfähigen Betriebsausgaben qualifizieren können. Das Gesetz bestimmt sehr genau, welche Kosten zu qualifizierbaren Aufwendungen gehören. Eine zusätzliche Einschränkung ist die Gesamthöhe der abzugsfähigen Betriebsausgaben: Es sind 30% der Arbeitslohnkosten und 20% der Kosten für die Kleinstunternehmen.

Sacheinlage des geistigen und gewerblichen Eigentums nicht mehr besteuert

In den Jahren 2016 und 2017 werden die Steuerpflichtigen, die ein geistiges bzw. gewerbliches Eigentum als Sacheinlage in die Gesellschaft einbringen, nicht zur Steuerzahlung für die Übernahme der Anteile an der Gesellschaft gegen eine solche Sacheinlage verpflichtet.

Abschaffung des Ausschlusses von nicht gezahlten Rechnungen aus den Betriebsausgaben

Dies ist wohl die wichtigste und günstigste Änderung im Bereich der Ertragsteuer. Seit dem 1. Januar 2016 wurden die Vorschriften bezüglich der Ertragskorrektur aus nicht bezahlten Rechnungen aufgehoben. Die im Geschäftsjahr 2015 nicht bezahlten und im Jahre 2015 ausgestellten Rechnungen unterliegen der obligatorischen Rechnungskorrektur.

STEUERORDNUNG – Änderungen seit dem 1. Januar 2016

Haftung des Liquidators einer GmbH

Seit dem 1. Januar 2016 werden die Liquidatoren für die im Liquidationszeitraum der Gesellschaft nach 1. Januar 2016 entstandenen Verbindlichkeiten haften. Die Steuerordnung wurde um eine neue Vorschrift im Art. 116 § 2a ergänzt.

Bei Zweifeln Entscheidungsfindung zugunsten des Steuerpflichtigen


Die Klausel über die Entscheidungsfindung im Zweifelsfall zugunsten des Steuerpflichtigen gilt in der Steuerordnung seit dem 1. Januar 2016. Gemäß der Regelung im Art. 2a werden nicht zu beseitigende Zweifel über den Inhalt der Steuerrechtsvorschriften zugunsten des Steuerpflichtigen entschieden.

Gemeinsame Anträge auf die Herausgabe einer verbindlichen Auslegung in Steuerfragen


Durch die Vorschriften der Steuerordnung wurde u.a. die Möglichkeit eingeführt, sog. gemeinsame Anträge auf die Herausgabe von individuellen Auslegungen zu stellen. Dies bedeutet, dass die Steuerpflichtigen, die an dem gleichen Geschäftsvorfall teilnehmen, keine getrennten Anträge stellen müssen.
ARBEITSRECHT UND SOZIALVERSICHERUNGSANSTALT ZUS – Änderungen seit dem 1. Januar 2016

Änderungen der Beitragszahlung für Auftragsverträge – größerer formeller Aufwand bei Auftragsverträgen

Seit dem 1. Januar 2016 gelten die Vorschriften zur Bekämpfung des Abschlusses der sog. Müllverträge (prekäre Beschäftigungsverhältnisse). Die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge wird für jeden Vertrag obligatorisch, wenn ihre addierte Bemessungsgrundlage weniger als 1.850 PLN beträgt.
Mindestlohn in Höhe 1.850 PLN


Beginnend vom Neujahr wurde der Mindestlohn um 100 PLN erhöht.

Wichtige Änderungen beim Abschluss der befristeten Arbeitsverträge

Ab dem 22. Februar 2016 kommen neue Vorschriften des Arbeitsgesetzbuchs zur Geltung, die breit ausgelegte Änderungen der Grundsätze für den Abschluss befristeter Arbeitsverträge einführen. Es können drei befristete Arbeitsverträge abgeschlossen werden, der vierte muss schon unbefristet sein.

Die neuen Vorschriften des Arbeitsgesetzbuchs bestimmen den maximalen befristeten Beschäftigungszeitraum für 33 Monate. Es können maximal 3 befristete Verträge im Rahmen des maximalen Beschäftigungszeitraums von 33 Monaten abgeschlossen werden. Der vierte Arbeitsvertrag wird unabhängig von der Länge früherer Verträge unbefristet sein. Die obigen Informationen wurden mit der größten Sorgfalt, jedoch in einer sehr verkürzten Form vorbereitet. Deshalb sind die in diesem Bulletin enthaltenen Informationen als allgemeine und orientierungshalber zusammengestellte Inhalte zu behandeln, die keinesfalls als ein Gutachten in Steuersachen gelten können. Die POLFINANS Sp. z o.o. haftet nicht für irgendwelche Schäden und Verluste, die durch Handlungen oder Unterlassungen aufgrund der vorliegenden Publikation entstanden sind. Wenn Sie an einer breiteren Besprechung der in diesem Bulletin angedeuteten steuerlichen oder rechtlichen Fragen interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit uns zwecks Vorbereitung eines Gutachtens in Kontakt. Die Anfrage ist an die folgende E-Mail-Adresse zu richten: Ten adres pocztowy jest chroniony przed spamowaniem. Aby go zobaczyć, konieczne jest włączenie w przeglądarce obsługi JavaScript.

Mit freundlichen Grüßen

Andrzej Halat
Geschäftsführer Polfinans Sp. z o.o.
Steuerberater, Nr. der Eintragung 10511