STEUERÄNDERUNGEN im JAHR 2021

 

  1. Körperschaftsteuer
    1. Estnische Körperschaftsteuer - Der wichtigste Vorteil des "estnischen" Steuermodells ist die Verschiebung der Besteuerung des Unternehmensgewinns, bis der Gewinn an die Partner ausgeschüttet wird Die Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Pauschalsteuer ist das Finanzamt zu informieren. Zusätzlich müssen beispielsweise die folgenden Bedingungen erfüllt sein. Die Beschäftigung von mindestens 3 Arbeitnehmern, die Zahlung eines Entgelts in Höhe von mindestens dem Dreifachen des durchschnittlichen Monatslohns im Unternehmenssektor. Der Steuerzahler kann keine Anteile am Kapital einer anderen Gesellschaft halten. Der Steuerzahler hat Investitionsausgaben in Höhe von 15 %, jedoch nicht weniger als 20 000 PLN innerhalb von 2 aufeinanderfolgenden Steuerjahren oder 33 %, jedoch nicht weniger als 50 000 PLN innerhalb von 4 aufeinanderfolgenden Steuerjahren. Die Bezugsbasis ist der Anfangswert des Anlagevermögens, das dem Steuerzahler gehört (ohne Autos, Flugzeuge, Yachten). Die Gesellschafter einer solchen Gesellschaft müssen dem Finanzamt zusätzliche Informationen über durchgeführte Transaktionen zukommen lassen.
    2. Der Investmentfonds soll dem Steuerzahler die Möglichkeit geben, eigene Mittel anzusammeln, die für zukünftige Investitionen im Sinne des Gesetzes verwendet werden. Der Steuerzahler wird schneller in der Lage sein, die Kosten für diesen Investmentfonds aus dem Gewinn des Vorjahres als steuerlich absetzbare Kosten abzuschreiben, ohne die Verpflichtung, diese Mittel auszugeben.
    3. Ein kleiner Steuerzahler im Jahr 2021 - ein Unternehmen, dessen Umsatzerlöse einschließlich der Mehrwertsteuer im Jahr 2020 2 Mio. EUR nicht überschritten hat - was 9.031.000 PLN entspricht, diese Grenze wurde von 1,2 Mio. EUR erhöht.
    4. Besteuerung mit der Körperschaftsteuer – von Kommanditgesellschaften und bestimmten offenen Handelsgesellschaften. Ab 2021 sind Kommanditgesellschaften körperschaftsteuerpflichtig und es gelten die gleichen Regeln wie für Gesellschaften mit beschränkter Haftung und Aktiengesellschaften. Die Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft und in bestimmten Fällen auch die Gesellschafter einer offenen Handelsgesellschaft, welche Einkünfte aus der Beteiligung an diesen Gesellschaften beziehen, werden diese Einkünfte als Einkünfte in Kapitalgesellschaften (Dividenden) versteuern. Die Kommanditgesellschaften (Partner) konnten das Geschäftsjahr der Kommanditgesellschaft bis zum 30. April verlängern und somit gelten die Vorschriften zur Besteuerung einer Kommanditgesellschaft – Körperschaftsteuer ab dem 1. Mai 2021. Der Steuersatz beträgt 9% für kleine Steuerzahler oder 19%, wenn die Kommanditgesellschaft im Jahr 2020 den Umsatz von 2 Mio. EUR überstieg.
    5. 9%iger Körperschaftsteuersatz. Der 9%ige Körperschaftsteuersatz kann von Körperschaftsteuer-Steuerzahlern angewendet werden, die ihre Geschäftstätigkeit beginnen, sowie von kleinen Steuerzahlern.
    6. Die Verschiebung der obligatorischen Einziehung der Quellensteuer und ihrer Abführung an das Finanzamt erfolgt für den Fall, dass der Gesamtbetrag, der einem bestimmten Zahler in einem Jahr zusteht, 2 Mio. PLN übersteigt. Das Datum des Inkrafttretens der Vorschriften wurde auf den 1. Juni 2021 verschoben.
    7. Eine Immobiliengesellschaft und eine Besteuerung des Verkaufs von Anteilen an dieser Gesellschaft durch eine ausländische Person als Einkünfte aus der Übertragung des Eigentums an Anteilen, allen Rechten und Pflichten, Beteiligungstiteln oder Rechten ähnlicher Art an einer Immobiliengesellschaft gelten auch Einkünfte, die auf dem Gebiet der Republik Polen von Nicht-Residenten erzielt werden. Eine Immobiliengesellschaft ist eine Gesellschaft, bei der mindestens 50 % des Marktwerts der Aktiva direkt oder indirekt der Marktwert der auf dem polnischen Gebiet gelegenen Immobilien oder Rechte an solchen Immobilien war und der Marktwert dieser Immobilien 10 Mio. PLN oder den Gegenwert davon überstieg.
  2. Buchführungspflichtige Umsatzsteuerpauschale
    1. Die Anhebung der Umsatzgrenze auf 2 Mio. €, die Bestimmung von mehr freien Berufen, die Senkung der Steuersätze für bestimmte Tätigkeitsarten. Zum Beispiel von 20% bis 17%, von 17% bis 15%. Die Mieteinnahmen, unabhängig davon, ob sie im Rahmen eines Unternehmens oder individuell erzielt werden, betragen 8,5 % bis zu 100 Tausend PLN und 12,5 % über diesen Betrag hinaus.
  3. Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer)
    1. Kleiner Steuerzahler für Mehrwertsteuerzwecke – eine Grenze von 1,2 Mio. EUR. Bei der Besteuerung von Waren und Dienstleistungen ist diese Grenze gegenüber dem Körperschaftsteuer-Gesetz unverändert geblieben. Ein kleiner Mehrwertsteuerpflichtiger kann die Bargeldmethode anwenden und Konten vierteljährlich abrechnen.
    2. Verlängerung der Frist für den Abzug der Mehrwertsteuer. Ab dem 1. Januar 2021 wurde das Recht auf den Steuerabzug um einen zusätzlichen Steuerzeitraum auf 4 Monate verlängert. Bisher war es ein Zeitraum von drei Monaten (drei Abrechnungszeiträume).
    3. Änderung der Abrechnung von Korrekturrechnungen. Um die Steuerbemessungsgrundlage zu reduzieren, wird es nicht mehr erforderlich sein, eine Bestätigung über den Erhalt der Korrekturrechnung zu erhalten, ab 2021 wird es ausreichen, eine Bestätigung über die Vereinbarung mit der anderen Partei (Käufer der Ware oder Dienstleistung) über die Reduzierung der Steuerbemessungsgrundlage – des Preises – zu erhalten und dass die Bedingungen für die Reduzierung erfüllt wurden. Es ist eine Dokumentation erforderlich, die die gemeinsame Bestimmung der Reduzierung der Steuerbemessungsgrundlage bestätigt.
    4. Geschenke von geringem Wert – der Limit des Geschenkwertes wurde auf 20 PLN erhöht. Zuvor war es 10PLN.
    5. Vierteljährliche Erklärungen können von Steuerzahlern abgegeben werden, welche die Bauleistungen erbringen.
    6. Änderung in der Klassifizierung von Waren und Dienstleistungen. Ab 2021 gilt die PKWiU-Polnische Klassifikation der Waren und Dienstleistungen 2015 für Mehrwertsteuerzwecke und die Bestimmung von Waren und Dienstleistungen. Zuvor war es PKWiU 2008.
  4. Andere Änderungen
    1. Die Mindestvergütung für Arbeit beträgt 2.800 PLN. Sie wurde um 200 PLN erhöht.
    2. Der Mindeststundensatz für Auftragnehmer / Mitarbeiter beträgt 18,30 PLN.
    3. Verpflichtung, Werkverträge bei der Sozialversicherungsanstalt zu melden.
    4. Änderung der Zuständigkeit der Finanzämter ab 1. Januar 2021.
    5. Die Bestimmungen, welche die Zuständigkeiten spezialisierter Finanzämter festlegen, haben sich geändert, d.h.
      1. Für die größten Steuerzahler gibt es ein Finanzamt im Land, das ihnen gewidmet ist, und das wird das Erste Masowische Finanzamt in Warschau sein,
      2. die sogenannte "große Finanzämter" werden sich auf große wirtschaftliche Einheiten konzentrieren Einnahmen von mehr als 3 Mio. EUR,
      3. "kleine" Unternehmen mit ausländischem Kapital kehrten zu den verbleibenden "kleinen" Finanzämtern zurück,
      4. Das Finanzamt Lublin wird für die Bearbeitung der pauschalen Körperschaftssteuer zuständig sein, die von den Zahlern von Nicht-Residenten erhoben wird,
      5. Leiter des dritten masowischen Finanzamtes in Radom - wird für die von Nicht-Residenten erhobenen Körperschaftssteuern zuständig sein.

 

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